Viel Wasser und unerwartete Hilfe durch Grundschüler

 Starke Regenfälle in den frühen Morgenstunden des 29. Mai 2013, die dadurch überfluteten Bäche und Entwässerungsgräben sowie der sehr hohe Grundwasserspiegel bescherten der Groß Denkter Ortsfeuerwehr viel Arbeit. Den ganzen Tag mussten zahlreiche Keller ausgepumpt, hunderte Sandsäcke gefüllt und provisorische Dämme errichtet werden. Die freiwilligen Helfer waren teilweise über 12 Stunden am Stück im Einsatz.

Besonders betroffen waren die Straßen am östlichen Ortsrand. Die Wassermassen liefen von den Feldern direkt in den Ort und fanden immer wieder einen Weg in die Keller einiger Gebäude. Aber auch die Mönchevahlberger Straße und die Hauptstraße waren Schwerpunkte. Überall wurden Tauchpumpen und Wassersauger eingesetzt.

Bedanken möchte sich die Feuerwehr bei den vielen hilfsbereiten Grundschülern. Als diese entdeckten, dass die Feuerwehr auf „ihrem“ Schulhof Sand aus „ihrer“ Sandkiste „klaute“, boten sie sofort und ohne zu zögern ihre Unterstützung an. Die benötigten Sandsäcke (über 150 Stück) konnten so in Rekordzeit gefüllt werden. Einhellige Meinung der Einsatzkräfte: Sehr vorbildlich!

 

Neuer hydraulischer Rettungssatz für die Ortsfeuerwehr Groß Denkte

Die Automobilindustrie entwickelt und produziert immer sicherere und stabilere Fahrgastzellen für PKW. Was die Insassen schützt, stellt die Feuerwehr bei schweren Verkehrsunfällen vor Probleme, wenn es darum geht eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen zu befreien.

Um mit den neuen Sicherheitsstandards mithalten zu können und um in Zukunft für solche Einsätze gut gerüstet zu sein erhielt die Ortsfeuerwehr Groß Denkte, als Ersatz für Geräte aus dem Jahr 1983, einen neuen hydraulisch betriebenen Rettungssatz der Firma Weber.

Das Herzstück bildet das Motorpumpenaggregat. Es stellt das benötigte Hydrauliköl mit einem Arbeitsdruck von 700bar zur Verfügung. Daran können über zwei Schlauchpaare zu je 20 Metern die hydraulischen Werkzeuge angeschlossen und betrieben werden.

Neu ist, dass auch zwei Werkzeuge gleichzeitig benutzt werden können.

Neben einer Rettungsschere mit einer Schneidleistung von 107t und einem Spreizer stehen zwei Teleskoprettungszylinder zur Auswahl. Sie haben eine Druck- bzw. Hubkraft von bis zu 20t und können Fahrzeuge anheben oder verformte Karosserieteile auseinander drücken. Ihre Abstufung lässt Arbeiten an allen Fahrzeuggrößen zu, auch an LKW-Fahrerhäusern oder Bussen.

Muss an solch großen Fahrzeugen gearbeitet werden, kommt die neue Rettungsplattform zu Einsatz. Sie kann bis auf eine Höhe von 1,5 Metern ausgezogen werden und ermöglicht so den Rettungskräften einen sicheren Stand.

Für die Stromversorgung der Hydraulikpumpe sorgt ein Notstromaggregat der Firma Endress. Es stellt eine elektrische Leistung von 8,5kVA bereit und ist mit einem E-Starter ausgerüstet. Außerdem können daran Scheinwerfer zum ausleuchten der Einsatzstelle angeschlossen werden.

Komplettiert wird der Rettungssatz durch umfangreiches Zubehör.

Dieses war bereits zu großen Teilen vorhanden und wird weiterhin eingesetzt.

Leistungswettbewerb der Feuerwehren
der Samtgemeine Asse 2013

Platz Gruppe Punkte
1 Groß Denkte 2 402
2 Remlingen 2 370
3 Groß Denkte 1 366
4 Kissenbrück 363
5 Groß Biewende 348
6 Klein Biewende 312
7 Remlingen 1 308
8 Roklum 294
9 Timmern 287
10 Wittmar 284
11 Klein Denkte 277
12 Wetzleben/Hedeper 244
13 Neindorf 236
14 Semmenstedt 173

Die ersten zwei kommen weiter zum Kreiswettbewerb am 22. Juni 2013 in Schöppenstedt.

Workshop Technische Hilfeleistung
auf dem Schrottplatz in Hessen

Übungsobjekte endgültig schrottreif

Einen außergewöhnlichen Ausbildungsdienst absolvierten die Ortsfeuerwehren Klein Biewende und Groß Denkte Mitte April. Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes in Sachsen-Anhalt wurde einen ganzen Samstag lang die technische Rettung von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen  trainiert. In gemischte Gruppen aufgeteilt, galt es mehrere Szenarien abzuarbeiten.

An der ersten Station musste ein PKW gesichert, stabilisiert und für die eigentlichen Rettungsarbeiten vorbereitet werden. Im Anschluss konnte dann der eingeklemmte Beifahrer mit Hilfe von hydraulisch betriebenen Rettungsgeräten befreit werden. Dazu wurden die Türen entfernt, das Fahrzeugdach abgenommen und der Vorderwagen auseinander gedrückt. Im Vordergrund stand der richtige und vor allem sichere Einsatz der Werkzeuge und Gerätschaften sowie das Aufzeigen unterschiedlicher Möglichkeiten eine solche Aufgabe zu lösen.

Gleich mehrere Teilübungen warteten an Station Zwei. Ein PKW wurde mittels Hebekissen angehoben um einen darunter geratenen Motorradfahrer zu retten. Zudem mussten ein auf der Seite liegendes Fahrzeug sowie ein LKW, der in einen Straßengraben abzurutschen drohte, gesichert werden. Hierzu kam unter anderem ein Mehrzweckzug zum Einsatz.

Im Anschluss konnten die Teilnehmer ihr Können bei einer größeren Übung unter Beweis stellen. Ein in seinem Führerhaus eingeklemmter Trucker, ein PKW in Seitenlage mit einer schwer verletzten Fahrerin sowie ein am Unfall beteiligter Kleintransporter erwarteten die Einsatzkräfte. Besondere Schwierigkeit war die Befreiung des LKW-Fahrers. Sofort wurden die Frontscheibe und die linke Tür entfernt um einen Erstzugang und eine Versorgungsöffnung zu schaffen. Nach einigen Vorbereitungen und dem Durchtrennen der A-Säulen konnte dann die stark deformierte Kabine mit Rettungszylindern geweitet werden. Ohne die kürzlich angeschaffte Rettungsplattform wären diese Arbeiten kaum möglich gewesen.

Zum Abschluss kam eine Schnellangriffsvorrichtung mit Mittelschaumpistole zum Einsatz um einen brennenden PKW abzulöschen. Außerdem wurde die Chance genutzt und ein umfangreicher Schaumangriff aufgebaut. Ziel war es die Unterschiede von Mittel- und Schwerschaum darzustellen. Für ausreichend Löschwasser sorgte bei diesem Übungsteil die Ortsfeuerwehr Wittmar mit ihrem Tanklöschfahrzeug.

Alle Beteiligten waren sich einig, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren wird immer wichtiger. Auch kleinere Wehren können bei diesen Einsätzen wichtige Aufgaben übernehmen und die Rettungsarbeiten unterstützen. Ein solcher Ausbildungstag soll in der Zukunft wiederholt werden. Besonderer Dank gilt dem Klein Biewender Kameraden Jens Meyer für die Organisation des Übungsgeländes.

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